Ein Tag in Alice auf die nächsten Off-Road-Prüfungen einstellen: Verpflegung, Treibstoff usw. auffüllen. Durch die West Mc Donalds Range, von dort einen kleinen Umweg zum Finke NP, von dort zurück zu Kings Canion und von dort zum legendären Ayers Rock.
Hier haben wir natürlich Ayers Rock und die Olgas besichtigt und etliche Walks gemacht. Den perfekten Sonnenaufgang bzw. Untergang haben wir leider nicht sehen können. Im Nachhinein kann ich sagen es, war gut dort gewesen zu sein, um sich seine eigene Meinung bilden zu können. Es ist auch ein schöner Ort, aber so toll und unbeschreiblich wie viele erzählen, fand ich es nicht.
Nach Ayers Rock blieben mir 5 Tage für die Strecke nach Sydney, um rechtzeitig für Weihnachten dort zu sein. Also auf die endlos langen geraden Straßen durch die Wüste. So etwas habe ich noch nie gesehen, wenn einfach mal hunderte Kilometer gar nichts ist. Über den seltsamen Ort Cooper Pady eine Mienenstadt, in der man an jeder Ecke Opal kaufen kann. Von dort nach Adelaide, das wir aus Zeitgründen bei Nacht passiert haben und die Küste runter Richtung Great Ocean Road gefahren sind.
Seit Adelaide sieht die Natur für mich anders aus, alles ist grün oder es gibt gelbe Felder, sowie überall Schafsherden und der Verkehr auf den Strassen hat deutlich zugenommen. Man hat das Gefühl, dass der Mensch alles im Griff hat und nicht mehr die Natur.
Start der Great Ocean Road: Man sagt ihr nach, die schönste Küstenstrasse der Welt zu sein, nur leider regnete es. Bei diesem starken Regen können wir leider die Strecke nicht richtig geniessen. Es ist auch deutlich kälter als auf der Westseite. Am Ende der Great Ocean Road habe ich mir auch ein neues Surf Board zugelegt.
Ankunft in Melbourne: Hier traf ich meinen alten Kumpel Simon, den ich seit Perth kenne und haben einen Ausflug ins Casino und einige Pubs unternommen. Am nächsten Morgen hieß es dann Abschied von Sayaka zu nehmen, die kein Geld mehr hatte und in Melbourne einen Job finden wollte.
Das erste mal alleine unterwegs, die Leute auf dem Highway schauen mich in meinem Flugzeug komisch an oder feiern mich, was an der Westküste relativ normal war ist hier was Aussergewöhnliches.
Ungefähr 400 km nach Melbourne komme ich erneut in eine Polizeikontrolle "Alkohol Test". Ich starte das Auto und sehe meine Batterieanzeige rot leuchten, ich befürchte Schlimmes. Es wird Nacht also brauch ich meine Lichter, aber ich sehe wie mein Batterieanzeiger stetig fällt. Dadurch musste ich einen ungewollten Nachtaufenthalt an einem Roadhouse verbringen. Am nächsten Tag mit Hängen und Würgen 30 km bis vor Sydney gerettet. Ab hier war die Batterie entgültig tot, nun fingen einige Relais an durch zu schalten, alle Nadeln im Cockpit fielen ab auf Null, ich konnte keine Blinker mehr setzen und ich wusste mein Treibstoff ist so gut wie leer. Ich parkte mein Auto an einem steilen Berg dass ich es später anrollen kann. Meine Hoffnung war eine alte Tankstelle, die konnten mir aber auch nicht mit Treibstoff dienen. Zum Glück kam ein Rentner vorbei der mich zur nächsten 20 km entfernten Tankstelle fuhr. Anschliessend hab ich mit ihm und seiner Frau noch ein Glas Sekt getrunken, dann gings weiter. Nun den Weg zu dem Haus von mehr oder weniger Bekannten gefunden. Hier kann ich mein Auto erstmal stehen lassen. Am Abend haben wir mit den Nachbarn ein bisschen Weihnachten bei einem BBQ gefeiert. Am nächsten morgen gings mit dem Zug nach Sydney. Hier habe ich am 25.12. das in Australien der grosse Tag ist mit Freunden am Cucee Beach gefeiert.